20 Years of The New Vienna Times

September 28, 2008

laufen, schwimmen, wählen gehen

wählen

Der Weg zum Wahllokal ist gepflastert mit Hundstrümmerl. Als ob die Kronen Zeitung uns noch einmal daran erinnern wollte, wen Tiere wählen würden. Ein alter Mann mit Blindenstock und -schleife am Arm geht vor mir und ich frage mich, ob es soetwas wie das barrierefreie Wählen gibt. Gibt es.
Das Wahlformular und Kouvert wird mir mit der Seite obenauf liegend in die Hand gedrückt, auf der die Listen von FPÖ und BZÖ aufgestellt sind. Eine kleine Wahlempfehlung der Stadt Wien?
Viele Menschen sind noch nicht unterwegs an diesem sonnigwarmen Herbsttag, der die nahe Zukunft unseres Landes auf Schiene bringen wird. Ab 12 Uhr beginnt auf derstandard.at ein liveblog, erste (offizielle) Hochrechnungen sind für 17 Uhr angekündigt. Bei geschätzten 10 Prozent an Briefwählern, wird das endgültige Ergebnis noch ein paar Tage lang ausständig sein. Wer nicht solange warten möchte, noch nicht einmal bis 17 Uhr, dem bietet der Kurier eine Lösung an: seine ganz persönliche Gerda Rogers, Daniela Kittner, mit ihrer Traumdeutung. Für alle Unsicheren: der Wahlcheck 08

September 19, 2008

Cirque du Soleil – Varekai! Wo auch immer – Wohin auch immer

Filed under: Kunst — Simon @ 4:51 pm
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Varekai – die Geschichte des Ikarus, der vom Himmel in einen Wald, auf dem Gipfel eines Vulkans gewachsen, fällt, in eine außergewöhnliche Welt — eine Welt in der Dinge möglich sind, die man nicht glauben kann. Eine Welt namens Varekai.

Varekai

Was gestern vom Himmel fiel, war eine Schar fantastischer Paradiesvögel (vereinzelt verloren sich ein paar Dodos darin), die auf ihrem Weg in das Grand Chapiteau noch einen Regenbogen auflasen, an dessen Ende sich im irischen Goldtopf, neben grünen Irrlichtern, ein bunter Schatz aus Kostümen, Gestalten, Träumen und Liedern befand.

Guy Lalibertés Cirque du Soleil ist in der Stadt und am Donnerstag Abend feierte ihr Kunstwerk „Varekai“ Premiere am Messegelände Wien.

Die Show verbindet Elemente aus Theater, Musical und Oper. Assoziationen zur Zauberflöte, Africa Africa, Pans Labyrinth, die fabelhafte Welt der Amelie und Michael Ende’s Unendlicher Geschichte fallen dem im wortgetreusten Sinne begeisterten Zuschauer in Gedanken. Aber diese Geister ängstigen nicht; sie verzaubern das Innere des Zirkuszeltes in eine Welt, die schon vor langer Zeit untergegangen zu sein scheint. Zweieinhalb Stunden nehmen uns Schauspieler, Trapezkünstler, Komödianten, Mauersegler, Musiker, Körperakrobaten und Jongleure mit auf eine Reise in dieses fantasievolle Atlantis und nach einem denkwürdigen Abend bleibt die Erinnerung daran greifbar, wie ein Geheimnis, das mir stets auf der Zunge liegen wird.

Bis zum 26. Oktober gastiert der Cirque du Soleil in Wien. Karten kosten zwischen 35 und 80 Euro.

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