20 Years of The New Vienna Times

Oktober 21, 2008

McCain/Palin versuchen USA zu spalten

Keith Olbermann in einem seiner „Special Comments“ auf MSNBC. Das Video zeigt kurz welche Ausmaße der Wahlkampf in den USA angenommen hat: das Land wird von den Republikanern bewusst gespalten, in ein pro-Amerika (christliche Fundamentalisten, Kleinstadtbürger, White Trash) und anti-Amerika (Großstädte, Liberale).
Ich hab Olbermann ausgesucht, weil er sich ausgezeichnet artikulieren kann (ähnlich wie Ewald Stadler) und er hier die wichtigsten Keyfacts anspricht.

Hier gibts den gesamten Text von Keith Olbermann zum Nachlesen.

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Oktober 20, 2008

Video von Colin Powell, dem schwarzen Rassisten

Hier könnt ihr euch einen Zusammenschnitt aus der Begründung von Colin Powell, warum er Barack Obama unterstützt und John McCain ablehnt, ansehen. Danke an die Blogger von Daily Kos.

Powell kritisiert McCains Robocalls (Anrufe über einen Automaten – einigen vielleicht aus den Simpsons bekannt – der die Nachricht über ein Tonband abspielt), in denen Obama mit Terroristen in Verbindung gebracht wird, sowie die Negativstrategie der Republikaner allgemein.

Die Republikaner reagieren auf die Wahlempfehlung des Ex-Außenministers der USA unter George W. Bush mit Verharmlosung, Enttäuschung und offener Wut. So hat Rush Limbaugh in seiner rechtsradikalen Radioshow und auch auf MSNBC ein Sprecher der GOP Colin Powell Rassismus vorgeworfen!
Dabei stammt das sinnvollste und ehrbeladenste Statement eines Politikers in den letzten Jahren von Colin Powell aus diesem Interview – „No, Obama is not a muslim. But the right answer is: what if he is a muslim? Is there something wrong with beeing a muslim in this country? It doesn’t make a difference who or what you are.“

Oktober 19, 2008

Colin Powell wählt Barack Obama

Powell Obama

Soeben hat Colin Powell eine Wahlempfehlung für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama ausgesprochen. In seinem Auftritt in der Show „Meet the Press“ auf NBC (9 am ET) kritisiert er die negative Kampagne des Republikaners John McCain, der seit Wochen Obama in Verbindung bringt mit Terrorismus, Kommunismus und Linksradikalen. Colin Powell, selbst Republikaner, verurteilt diese Schlammschlacht mit scharfen Worten und meint weiter, Obama brächte den notwendigen Generationenwechsel ins Weiße Haus, wohingegen McCain nur die US-Politik der letzten 8 Jahre fortsetzen würde. Das vom ehemaligen Außenminister (2001-2005) unter Präsident Bush! MSNBC.

Colin Powell hat damit vollkommen Recht. Ich bin sehr froh darüber, dass jemand, der über alle politischen Grenzen in den USA respektiert wird, so klar Stellung bezogen hat für Obama und gegen McCain. Der Wahlkampf von John McCain ist eine reine Schmierenkampagne: jedes Mittel ist gut und billig um Obama als kinderschändenden, schwarzmuslimischen Anti-Amerikaner hinzustellen, der Sex mit Terroristen hat und in geheimer Verschwörung die schwarzen Kinder zu einer Vietkong-Rache-Armee ausbildet. Schon wie 2004 propagieren die Republikaner Angst und keine Inhalte, in totaler Verachtung der Menschen, der Intelligenz, des Rests der Welt und sogar Teilen Amerikas. John McCain und seine autistische Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin hetzen Amerika auf und führen es zurück ins Zeitalter der Sezession, gewürzt mit Rassismus und religiösem Fundamentalismus.

Barack Obama und die Demokraten bleiben cool, kritisieren in den Themen (Gesundheitsvorsorge, Finanzmarktkrise, Bildungswesen, Irak/Afghanistan/Pakistan) und verzichten auf persönliche Attacken. Sie sammeln Rekordsummen an Wahlunterstützung (150 Mio Dollar alleine im September!), führen in den nationalen sowie wichtigen regionalen Umfragen mit bis zu 10 % und trotzdem kann in den 16 Tagen bis zur Wahl am 4. November noch alles, wirklich alles, passieren. Obama warnt davor sich zurückzulehnen und auszuruhen. „Go out and vote, we have to bring our lead over the finish-line!“ ruft er 100.000 Menschen bei einer Wahlveranstaltung gestern in St.Lous zu.

In der Zwischenzeit zeichnet Sarah Palin der republikanischen Basis ihre beschränkte Version der Landkarte von den Vereinigten Staaten auf, geteilt in Pro-Amerika und Anti-Amerika.
Den selben Weg schlägt die Spitzenkandidatin der Grand Old Party (GOP, wie sich die Republikanische Partei auch nennt) für Minnesota, Michele Bachmann, ein, in ihrem TV-Interview in der Sendung „Hardball“ auf MSNBC. Darin bezeichnet sie die Liberalen (Demokraten) als Sozialisten und Anti-Amerikaner und fordert die Medien dazu auf, sämtliche Kongressabgeordneten zu durchleuchten und rauszufinden, wer pro und wer gegen Amerika ist! Jeder der eine andere Ansicht als die der Republikaner vertritt, ist Anti-Amerikaner, gegen Amerika, ein Terrorist und Verräter! Der Faschismus ist endlich in den USA angekommen!

Quellen:
www.cnn.com
www.huffingtonpost.com
www.wonkette.com
www.nytimes.com

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