20 Years of The New Vienna Times

September 23, 2008

„Wahl 08 – Ihre Frage“ Molterer als Antagonist

Filed under: Wahl 08 — Simon @ 6:30 am
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Vorneweg: Wer kann sollte unbedingt die Wiederholung ansehen, egal ob überzeugter ÖVP-Wähler oder Gegner oder unentschlossen.

Sehr interessante Details konnten die Schüler der BHAK aus Fürstenfeld und des Gymnasiums aus 1010 Wien von und über Herrn Molterer erfahren (auch über Silvia Fuhrmann, die gefühlt beinahe die gleiche Redezeit wie ihr Chef, nein nicht der Wolfi sondern der Willi, beanspruchte).

Bildung
Studiengebühren sollen bleiben. In seinem Entlastungspaket von 3,4 Mrd Euro ist kein Raum für eine Zahlung an die Universitäten in der Höhe von 150 Mio. Die Schulen bekommen auch nicht mehr Geld, sondern sollen mit dem, das ihnen auch derzeit zur Verfügung steht, besser wirtschaften. Kinder sollen dankbar sein für die Wahlmöglichkeit die er aufrecht halten möchte, indem er die Gesamtschule verhindert (nach der Volksschule muss man reif genug sein, sich für den Weg in ein Gymnasium oder eine Hauptschule zu entscheiden und so die Weichen für seine Zukunft zu stellen, immerhin hat man schon von 10-jährigen Mädchen gehört die Sex haben). Seiner Einschätzung nach sind auch nur die Hauptschulen in Wien scheiße, am Land hingegen sensationell.

Ausländer
„Gehen Sie einmal in Diskotheken. Die Jugendlichen wollen Sicherheit dort.“ – Seine Antwort, warum er das Ausländerthema aufgreift und es nicht der FPÖ überlassen will. Was ist schlimmer? Subtiler Rassismus oder populistisch nach außen geplärrter?

chsristlich-sozial
„Ich hänge an nichts und niemanden!“ – „Die Kirche soll für mich eine Referenz sein? Sicher nicht!“
Ausländer, es reicht. Diskriminierung von homosexuellen Menschen und Beziehungen. Kinder bitte nur zu Familien mit Mann und Frau, das hat bis jetzt auch immer wunderbar funktioniert.

„Ozapft is“
In einem kleinen Ort nahe Fürstenfeld hat die Junge ÖVP eine Party geschmissen und Freibier an die potenziellen Erstwähler der Partei ausgeschenkt. Eltern verurteilten das, schrieben verärgert Leserbriefe an eine lokale Zeitung. Laut Silvia Fuhrmann ist nichts dabei, solange man nur Bier und G’spritzte frei verteilt und für die „harten Getränke“ weiterhin bezahlt werden muss.

Auftreten
Fuhrmann sieht nur aus wie Eva Glawischnig. Innerlich ist sie die Tochter von Maria Fekter.
Molterer bemühte sich um legere Artikulation. Er präsentierte sich als Querkopf, der nur dem folgt, was er für richtig hält. Ein Antagonist, der keine Kompromisse eingeht.

Wordrap
Er lüge, wie jeder andere auch. Welche der vielen blödsinnigen Aktionen in seinem Leben die schlimmste war, kann er nicht entscheiden. Warum Faymann ein guter Kanzler wäre? Ist ihm nicht möglich zu beurteilen, noch nicht.

Vorschau
Am Mittwoch schließt die Sendereihe mit Werner Faymann und Laura Rudas, SPÖ.

1 Kommentar »

  1. […] bietet kaum Ansatzpunkte zum kritischen Diskutieren – wie es ein Willi Molterer ja geradezu darauf anlegt – und fordert nicht auf, eine gegensätzliche Position einzunehmen. […]

    Pingback von “Wahl 08 - Ihre Frage” von Mäusen und Werner Faymann « gogal — September 25, 2008 @ 10:22 am


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